Inhaltsverzeichnis:
Bei über 130 anerkannten Handwerksberufen ist es kein Wunder, dass es teils sehr große Unterschiede gibt bei der Höhe des Gehalts. In diesen Berufen verdienen Handwerkerinnen und Handwerker beispielsweise – je nach Erhebung – am meisten:
Besonders hoch fallen die Gehälter mit Weiterbildung aus. Meisterinnen und Meister verdienen oft deutlich mehr als Fachkräfte. Auch Spezialisierungen und Verantwortung im Betrieb wirken sich direkt auf den Lohn aus.
Quellen: Handwerk.cloud (2026), Streit Software (2026), Simplejob Gehaltsreport Handwerk & Bau (2026), kununu Gehaltsdaten (2026), StepStone Gehaltsreport (2026)
Im Schnitt verdienen Handwerkerinnen und Handwerker laut dem „Gehaltsreport 2026” von Stepstone (Stand: Januar 2026):
zwischen 42.250 € und 54.500 € pro Jahr
Das sogenannte Bruttomediangehalt* liegt bei:
48.750 € brutto/Jahr
Je nach Jobtitel und Spezialisierung, besonders als Meisterin bzw. Meister, sind laut Glassdoor (Stand März 2026) und jobvector.de (Stand: März 2026) sogar Jahresgehälter möglich in Höhe von:
über 60.000 brutto/Jahr
*Hinweis: Das Mediangehalt berücksichtigt nicht – anders als das Durchschnittsgehalt – außergewöhnlich hohe oder niedrige Gehälter in Handwerksberufen.
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Was bewirkt die teils drastischen Unterschiede bei den Gehältern in verschiedenen Handwerksberufen? Hier findest du die wichtigsten Faktoren.
Laut dem „Gehaltsreport 2026” von Stepstone (Stand: Januar 2026) verdienen Handwerkerinnen und Handwerker in Baden-Württemberg mit einem Durchschnittsgehalt von 52.000 € am besten, in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt dagegen mit einem Durchschnittsgehalt von 43.250-44.000 € am schlechtesten.
Das lässt sich einerseits mit der regionalen Wirtschaftslage begründen, andererseits mit den teils sehr unterschiedlichen Lebenshaltungskosten. Insgesamt wird der Handwerksberuf in den alten Bundesländern besser bezahlt als in den neuen.

Wie hoch das Gehalt im Handwerk ausfällt, hängt auch von der Stadt ab, in der Handwerkerinnen und Handwerker arbeiten. Auch hier zeigt sich, wie bei den Bundesländern zuvor, dass in Städten der alten Bundesländer besser verdient wird als in den neuen.
Auf den ersten fünf Plätzen lagen laut Stepstone.de (Stand März 2026): Stuttgart,, Hamburg, Düsseldorf und Bonn. Zu den Schlusslichtern zählten: Dresden, Berlin und Bochum.
Die Größe des Unternehmens kann sich auf die Höhe des Gehalts auswirken. Das liegt daran, dass größere Firmen mehr Aufträge generieren, da sie meist bekannter sind, mehr Kapazitäten haben und deshalb oft mehr Leistungen anbieten können. Das alles sind Wettbewerbsvorteile, die Kundinnen und Kunden anziehen und damit hohe Umsätze generieren, Jobs schaffen und höhere Gehälter ermöglichen.
Auch hier hat Stepstone in seinem Gehaltsreport 2026 (Stand: Januar 2026) Zahlen erhoben:

Ganz klar zählt Erfahrung in wohl allen Berufszweigen und so auch im Handwerk zu den wichtigsten Faktoren, wenn es um den Lohn geht. Je mehr Erfahrung du mitbringst, desto wertvoller bist du für einen Betrieb. Schließlich erfordern erfahrene Fachkräfte weniger Einarbeitungszeit, können Arbeiten selbständig durchführen und nicht zuletzt stellen sie hohe Qualität sicher.

Viele verschiedene Branchen haben Bedarf nach bestimmten handwerklichen Fachkräften, doch die Bezahlung fällt nicht immer gleich aus. Hier ein Überblick, welche Durchschnittsgehälter (brutto) Handwerkerinnen und Handwerker in welcher Branche zu erwarten haben:
Quelle: „Gehaltsreport 2026” von Stepstone (Stand: Januar 2026)
Neben der Region, Stadt, Berufserfahrung oder Branche haben auch die Inflation und der Fachkräftemangel oder politische Entscheidung Einfluss auf die Gehaltshöhe. So hat die Energiewende beispielsweise dazu geführt, dass die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik stark angestiegen ist. Entsprechend greifen Betriebe tiefer in die Tasche, um gegen den Fachkräftemangel anzutreten bzw. die Besten für sich zu gewinnen.
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Wir haben uns verschiedene Quellen bzw. Erhebungen angeschaut und daraus die Top 5 bestbezahlten Handwerkerinnen und Handwerker zusammengestellt.
Diese 5 Gewerke erzielen das höchste Gehalt im Jahresdurchschnitt (brutto):
Quellen: Gehalt.de ( Stand: Februar 2025), Indeed (13. März 2024) und Streit-Software (Stand: Februar 2025).
Hier siehst du einige der bestbezahlten Handwerksberufe im Vergleich. Es handelt sich jeweils um durchschnittliche Jahresgehälter (Brutto). Auch hier haben wir verschiedene Erhebungen zusammengeführt.
|
Handwerksberuf, ggf. mit Meistertitel |
Jahresbruttoverdienst im Schnitt |
|
Metallbauermeisterin bzw. -baumeister |
62.767 € |
|
Kanalbauerin bzw. Kanalbauer |
60.000 € |
|
Straßenbauerin bzw. Straßenbauerin |
58.000 € |
|
Dachdeckerin bzw. Dachdecker |
57.000 € |
|
Schreinermeisterin bzw. -meister, Tischlermeisterin bzw. -meister |
55.925 € |
|
Maschinenbauer bzw. Maschinenbauer |
51.852 € |
|
Elektrikerin bzw. Elektriker |
49.738 € |
|
Werkzeugmechanikerin bzw. Werkzeugmeachaniker |
48.324 € |
|
Heizungsinstallateurin bzw. -installateuer |
48.282 € |
|
Klempnerin bzw. Klempner,Spenglerin bzw. Spengler |
48.282 € |
|
Metallbauerin bzw. Metallbauer |
46.604 € |
|
Schreinerin bzw. Schreiner, Tischlerin bzw. Tischler |
46.604 € |
|
Kfz-Mechatronikerin bzw. -Mechatroniker |
45.438 € |
|
Elektronikerin bzw. Elektroniker |
43.000 € |
Quellen: Gehalt.de ( Stand: Februar 2025), Indeed (13. März 2024) und Streit-Software (Stand: Februar 2025).
Als Handwerkerin bzw. Handwerker gibt es gleich mehrere Wege, die Höhe des Gehalts selbst zu beeinflussen.
Umzug in eine wirtschaftlich stärkere Region oder Stadt
Erwerb des Meistertitels: Kommt ein Umzug für Sie nicht in Frage, dann sollten Sie über die Weiterbildung als Meisterin bzw. Meister nachdenken, sofern dies in Ihrem Berufsfeld möglich ist. Laut Stepstone sind je nach Handwerksberuf bis zu 50% höhere Gehälter dank Meisterbrief möglich, z. B. als Industriemechanikerin bzw. -mechaniker zwischen 19.750 und 18.750 € brutto mehr jährlich.
Selbstständigkeit: Bei der Selbstständigkeit haben Sie es selbst in der Hand, Ihre Einnahmen zu steuern. Nach oben sind theoretisch keine Grenzen gesetzt. Allergins ist, um an den Punkt davor anzuschließen, in vielen Handwerksberufen für die Selbstständigkeit ein Meistertitel erforderlich.
Selbstständig machen im Handwerk: So bereitest du dich optimal vor.
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Wer sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, erhält kein Gehalt, sondern eine Vergütung. Auch hier gibt es je nach Berufsfeld teils erhebliche Unterschiede. Das Bundesinstitut für berufliche Bildung (kurz: BIBB) hat die Zahlen für 2024 wie folgt ausgewertet. Auf den vorderen Rängen befanden sich diese Ausbildungsberufe:
|
Ausbildungsberuf |
durchschnittliche monatliche Vergütung |
|
Zimmererin bzw. Zimmerer |
1.046 € (und maximal: 1.343 €) |
|
Maurerin bzw. Maurer |
1.330 € |
|
Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin/-leger |
1.319€ |
|
Straßenbauerin bzw. Straßenbauer |
1.308 € |
|
Beton- und Stahlbetonbauerin bzw. -bauer |
1.304 € |
|
Stuckateurin bzw. Stuckateur |
1.299 € |
|
Gerüstbauerin bzw. Gerüstbauer |
1.255 € |
|
Hochbaufacharbeiterin bzw. -arbeiter |
1.178 € |
|
Tiefbaufafcharbeiterin bzw. -arbeiter |
1.178 € |
|
Ausbaufacharbeiterin bzw. -arbeiter |
1.176 € |
|
Zweiradmechatronikerin bzw. -mechatroniker |
1.123 € |
|
Kfz-Mechatronikerin bzw. -mechatroniker |
1.095 € |
|
Dachdeckerin bzw. Dachdecker |
1.085 € |
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) über Deutsche Handwerkszeitung (Stand: Februar 2025)
Eines steht fest: Es gibt teilweise sehr große Lohnunterschiede bei den Handwerksberufen und das nicht nur zwischen den verschiedenen Fachrichtungen, sondern auch innerhalb derselben. Dabei wird das Gehalt im Handwerk maßgeblich von folgenden Faktoren beeinflusst: das Bundesland, ggf. die Stadt, die Unternehmensgröße, die Branche sowie die Berufserfahrung. Jedoch müssen immer auch aktuelle Entwicklungen wie Rezension, Fachkräftemangel, Lebenshaltungskosten oder politische Entscheidungen (Energiewende) berücksichtigt werden. Handwerkerinnen und Handwerker können aber bis zu einem gewissen Maß die Höhe ihres Gehalts selbst steigern, allen voran durch den Erwerb eines Meistertitels, durch die Selbstständigkeit oder Umschulungen und Zusatzqualifikationen.
Die Zahlen aus diesem Artikel beruhen auf verschiedenen Quellen, die wir nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen haben. Jedoch lag uns bei Erstellung des Artikels nicht die Erhebungsmethode und auch nicht immer der eindeutige Zeitpunkt der Erhebung vor. Daher erhebt dieser Artikel keinen Anspruch auf absolute Vergleichbarkeit und Aktualität.
https://www.gehalt.de/beruf/handwerker
https://de.indeed.com/karriere-guide/jobsuche/bestbezahlte-handwerksberufe
https://www.stepstone.de/magazin/artikel/in-diesen-handwerksberufen-lohnt-sich-der-meistertitel
https://www.glassdoor.de/Gehälter/handwerksmeister-gehalt-SRCH_KO0%2C16.htm
https://www.stepstone.de/gehalt/Handwerksmeister-in.html
https://www.jobvector.de/gehalt/handwerksmeister/
Dachdecker verdienen im Schnitt 57.000 Euro brutto pro Jahr. Mit Meisterkurs steigt das um bis zu 50 Prozent auf über 85.000 Euro. Die genaue Höhe hängt von Erfahrung, Region und Betriebsgröße ab. Baden-Württemberg zahlt deutlich mehr als Brandenburg oder Sachsen-Anhalt. Nach 10 Jahren Erfahrung verdienst du merklich mehr als am Anfang.
Ja absolut, der Meisterbrief bringt dir oft 50 Prozent mehr Einkommen. Ein Metallbauermeister verdient durchschnittlich 62.767 Euro, ein normaler Metallbauer 46.604 Euro. Das ist ein Unterschied von über 16.000 Euro jährlich. Rechne also die Investition für Kurse und Prüfungen in wenigen Jahren rein. Die Amortisation ist schnell vorbei.
Metallbauermeister führen die Liste an: 62.767 Euro pro Jahr brutto. Kanalbauer folgen mit 60.000 Euro, Straßenbauer mit 58.000 Euro. Diese drei Gewerke zahlen bundesweit am besten. Dachdecker kommen auf 57.000 Euro, Elektriker verdienen 49.738 Euro und liegen im Mittelfeld. Elektroniker verdienen etwas weniger als Elektriker.
Deine Region zählt stark: Stuttgart zahlt bis zu 20 Prozent mehr als Dresden. Größere Betriebe zahlen mehr als Einzelkämpfer oder Kleinstbetriebe. Berufserfahrung verdoppelt fast dein Einkommen über zehn bis fünfzehn Jahre. Die Branche ist entscheidend: Maschinenbau zahlt 53.250 Euro, klassisches Handwerk nur 47.000 Euro. Spezialisierung bringt dir auch Aufschlag.
Der Meisterkurs ist die schnellste Lösung, wenn dein Gewerk das erlaubt. Umzug in eine stärkere Wirtschaftsregion wie Baden-Württemberg oder Hamburg hilft sofort. Spezialisierung, etwa in Energiewendetechnik oder digitalen Systemen, bringt Aufschlag. Selbstständigkeit setzt dir oben keine Grenzen, erfordert aber meistens einen Meisterbrief. Auch Weiterbildung und Zusatzqualifikationen zahlen sich aus.