Das Bundesarbeitsgericht hat im September 2022 entschieden: Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten zu erfassen, vollständig und manipulationssicher (BAG, Az. 1 ABR 22/21). Für Handwerksbetriebe bedeutet das: Stundenzettel auf Papier reichen künftig nicht mehr aus.
Hinzu kommt die EU-Arbeitszeitrichtlinie (2003/88/EG), die Mitgliedsstaaten verpflichtet, ein objektives, verlässliches und zugängliches System zur Arbeitszeiterfassung einzuführen. Das deutsche Umsetzungsgesetz steht noch aus , aber die Pflicht gilt faktisch bereits durch das BAG-Urteil.
Für Handwerksbetriebe kommt der praktische Druck hinzu: Stundenzettel auf Papier gehen verloren, werden unleserlich ausgefüllt oder landen erst Wochen später im Büro. Das kostet Geld, direkt bei der Abrechnung und indirekt durch Nachfragen und Fehler.
Eine Zeiterfassungs-App fürs Handwerk steht vor Bedingungen, die eine normale Büro-Software nicht kennt:
7 Pflicht-Funktionen einer Zeiterfassungs-App fürs Handwerk:
Wer eine App kauft, die diese Punkte nicht erfüllt, kauft das falsche Werkzeug.
Auf vielen Baustellen gibt es kein stabiles Netz. Eine App, die ohne Verbindung nicht funktioniert, ist auf der Baustelle wertlos. Die Zeiterfassung muss lokal auf dem Gerät laufen und sich später synchronisieren, sobald eine Verbindung besteht.
Frage beim Anbieter: Funktioniert die App ohne Internetverbindung? Werden Zeiten lokal gespeichert?
GPS zeigt, wann jemand wo gearbeitet hat. Das schützt vor Manipulationen, in beide Richtungen: Mitarbeitende, die früher stempeln, als sie auf der Baustelle sind, fallen auf. Genauso Zeiten, die nicht stimmen.
Gleichzeitig macht GPS die Stundenerfassung glaubwürdiger gegenüber dem Kunden. Wer nachweisen kann, dass das Team um 7:30 Uhr auf der Baustelle war und um 16:15 Uhr gegangen ist, hat im Streitfall bessere Karten.
Stunden müssen nicht nur gespeichert werden, sie müssen dem richtigen Auftrag zugeordnet sein. Eine App ohne Projektzuordnung liefert am Ende des Tages nur eine Gesamtsumme. Das nützt bei der Abrechnung nichts.
Die App muss ermöglichen: Mitarbeitender wählt beim Einstempeln den Auftrag aus, trägt optional eine kurze Notiz ein (Material, Besonderheit) und stempelt aus.
Wenn Mitarbeitende Zeiten selbst eintragen, braucht der Chef eine Möglichkeit, diese zu prüfen und freizugeben, oder zu korrigieren. Ohne Genehmigungsschritt landen falsche Zeiten direkt in der Abrechnung.
Stunden, die separat in ein Rechnungsprogramm übertragen werden müssen, werden zu Fehlerquellen. Die beste App übergibt die erfassten Stunden direkt in die Auftragsabrechnung, ohne CSV-Export, ohne manuelle Übertragung.
Der Chef muss sehen: Wer hat heute wie viele Stunden auf welchem Auftrag gearbeitet? Welche Aufträge laufen gerade? Gibt es Stunden, die noch nicht genehmigt sind?
Eine gute App liefert diese Übersicht in Echtzeit, auf Smartphone und Desktop.
BAG-Urteil Az. 1 ABR 22/21 (September 2022): Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten vollständig zu erfassen. Eine App-Lösung bietet mehr Rechtssicherheit als Papierzettel.
Die beste Zeiterfassung nützt nichts, wenn das Team sie nicht benutzt. Die App muss mit drei Taps zu bedienen sein: Auftrag wählen, einstempeln, ausstempeln. Alles andere ist zu viel.
Meisterwerk überführt projektgenaue Arbeitszeiten mit einem Klick in die Rechnung. Keine doppelte Datenpflege, keine Übertragungsfehler.
Aufmaß und Material erfassen: Wer auf der Baustelle Stunden erfasst, will oft auch gleich Material und Aufmaß notieren. Viele reine Zeiterfassungs-Apps bieten das nicht.
Fotos anhängen: Ein Bild von der Baustelle, vor und nach der Arbeit, schützt bei Streitigkeiten. Wenige Apps ermöglichen das direkt bei der Zeiterfassung.
Krankmeldung und Urlaub: Abwesenheiten gehören zur Zeiterfassung. Wer dafür ein separates System braucht, hat doppelten Aufwand.
Auswertung nach Mitarbeitendem und Projekt: Am Monatsende muss auf einen Blick erkennbar sein: Wie viele Stunden hat wer auf welchem Projekt gearbeitet? Diese Auswertung fehlt in vielen günstigen Apps.
Kein Offline-Modus: Sobald kein Netz da ist, funktioniert die App nicht. Keine Projektzuordnung: Stunden werden nur als Gesamtsumme erfasst. Daten nur als CSV-Export: Keine Integration in die Abrechnung. Kompliziertes Onboarding: Das Team braucht eine Schulung, um die App zu benutzen. Separate Abos für jeden Mitarbeitenden: Kosten explodieren mit der Teamgröße.
Checkliste für die Entscheidung:
Eine kostenlose Testphase sollte mindestens zwei Wochen dauern, so lange, dass das Team die App im echten Alltag nutzt.
Meisterwerk verbindet Zeiterfassung, Projektmanagement und Rechnungsstellung in einer App.
Eine Zeiterfassungs-App fürs Handwerk muss offline funktionieren, Stunden Projekten zuordnen können und direkt in die Abrechnung integriert sein. Apps, die nur im Büro laufen oder keine Projektzuordnung bieten, sind für Handwerksbetriebe ungeeignet. Meisterwerk ist auf diese Anforderungen ausgelegt.
Seit dem BAG-Urteil vom September 2022 (Az. 1 ABR 22/21) sind Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten vollständig zu erfassen. Papierzettel sind zwar noch erlaubt, aber schwer revisionssicher. Eine App bietet mehr Rechtssicherheit und spart Zeit bei der Auswertung.
Offline-Betrieb, GPS-Erfassung, Projektzuordnung, Genehmigungsworkflow für den Chef und einen direkten Weg in die Abrechnung. Dazu kommt eine Übersicht in Echtzeit und eine Bedienung, die ohne Schulung funktioniert.
Einfache Apps gibt es kostenlos oder ab wenigen Euro pro Monat. Vollständige Lösungen mit Abrechnung, GPS und Projektmanagement kosten in der Regel zwischen 20 und 60 Euro im Monat für kleinere Betriebe.
Im Streitfall über geleistete Stunden fehlt dem Arbeitgeber der Nachweis. Das kann bei Lohnstreitigkeiten teuer werden. Außerdem drohen nach dem künftigen Arbeitszeitgesetz Bußgelder bei fehlender Zeiterfassung.
Quellen: