Ein Handwerksbetrieb mit acht Mitarbeitenden hat andere Anforderungen als ein Bauunternehmen mit fünfzig. Bevor du Anbieter vergleichst, prüfe diese sechs Kernfunktionen:
Angebot und Rechnung. Schnelle Angebotserstellung, GAEB-Schnittstelle für Ausschreibungen, Teilrechnungen, Skonto, Mahnwesen, E-Rechnung-fähig (Pflicht ab 2025 für B2B-Eingangsrechnungen, freiwillig im B2C). Die E-Rechnung gemäß § 14 UStG i. V. m. EN 16931 betrifft 2026 jeden Handwerksbetrieb mit Geschäftskunden.
Zeiterfassung. Mobil, GPS-fähig, mit Zuordnung zu Baustellen und Aufträgen. Nach BAG-Urteil vom 13.09.2022 (Az. 1 ABR 22/21) ist eine Erfassung der Arbeitszeit Pflicht.
Einsatzplanung. Drag-and-Drop-Plan für Mitarbeitende, Fahrzeuge und Material. Sichtbar für die Mannschaft auf dem Smartphone.
Baustellendokumentation. Bautagebuch, Foto-Upload, Aufmaß, digitale Unterschriften.
Mobile App und Offline-Modus. Auf der Baustelle gibt es Funklöcher. Eine App, die nur online funktioniert, ist im Handwerk eine Fehlinvestition.
DSGVO und Hosting in der EU. US-Server bedeuten zusätzliche Verträge nach Schrems II, wenn dein Auftraggeber öffentliche Hand ist, oft ein Ausschlusskriterium.
Meisterwerk ist eine modulare Software für Handwerksbetriebe aus Berlin und im Vergleich der stärkste Allrounder für Betriebe, die viele Aufträge parallel steuern. Module für Angebot, Rechnung, Zeiterfassung, Einsatzplanung und Baustellendokumentation greifen ineinander. Du zahlst nur, was der Betrieb nutzt.
Im Alltag heißt das: Der Monteur erfasst Stunden und Fotos auf der Baustelle, das Büro macht daraus mit zwei Klicks die Rechnung, ohne Doppelerfassung und ohne Excel dazwischen.
Stärken: Modularer Preis, du zahlst nur genutzte Module, die Software wächst mit dem Auftragsvolumen. Bedienung ohne Schulung: Das Team versteht die App nach wenigen Klicks. Hosting in Deutschland, DSGVO-konform. Persönlicher Support statt Ticketsystem.
Schwächen: Keine Lager- und Materialverwaltung.
Preis: Module ab 49 Euro pro Monat für 3 Nutzer (Jahresabo), weitere Nutzer ab 12 Euro, einzelne Module ab 5 Euro. Kostenlose Testphase, kein Setup-Fee. Preisdetails und unabhängige Bewertung (Note 1,9 „gut“): trusted.de.
Passt für: Betriebe mit hohem Auftragsvolumen in Service, Wartung und Reparatur, die viele Aufträge parallel steuern. Genauso für kleine Betriebe, die sofort und ohne Einarbeitung starten. Wächst mit, vom Solo-Handwerker bis 50 Mitarbeitende.
plancraft ist eine Hamburger Handwerker-Software mit Fokus auf Angebot, Rechnung und einfache Bedienung. Stark im SHK- und Elektro-Bereich.
Stärken: Sehr aufgeräumte Oberfläche. Schnelle Angebotserstellung. Gute mobile App. Hosting in Deutschland.
Schwächen: Einsatzplanung und Bautagebuch sind im Vergleich zu Spezialtools schlanker. Erweiterte Lager- und Materialverwaltung fehlt.
Preis: Business 59 Euro / Nutzer, Pro ab 139,90 Euro, Premium ab 249,90 Euro. Plantafel als Zusatzmodul ab 40 Euro.
Passt für: Betriebe mit 2 bis 20 Mitarbeitenden im Bereich SHK, Elektro, Maler.
hero ist ein Berliner Anbieter, der ursprünglich aus dem Handwerks-CRM kam und 2024 stark in Richtung ERP gewachsen ist. Breites Funktionsspektrum.
Stärken: Umfangreiches CRM mit Lead-Tracking. Marketing-Funktionen integriert. Schnittstelle zu DATEV.
Schwächen: Komplexer Funktionsumfang erhöht den Einarbeitungsaufwand. Preise im oberen Drittel des Marktes.
Preis: Ab 59 Euro pro Monat für 1 Nutzer, plus ca. 22 Euro je weiterer Nutzer. HERO OS ab 119 Euro, HERO OS Plus ab 299 Euro pro Monat.
Passt für: Betriebe ab 10 Mitarbeitenden mit Vertriebsfokus, die CRM und Marketing aus einer Hand wollen.
Sage ist ein etablierter Anbieter aus dem Mittelstandssoftware-Markt. Sage 50 Handwerk ist die kleine, On-Premise-fähige Variante, Sage 100 Handwerk die Enterprise-Version.
Stärken: Tiefe Integration in Buchhaltung, Lohn und Finanzwesen. GAEB-Schnittstelle vorhanden. Standardisierte Schnittstelle zu DATEV.
Schwächen: Bedienung wirkt im Vergleich zu modernen Cloud-Lösungen altmodisch. Mobile App ist Nachzügler. Setup teuer.
Preis: Ab ca. 65 Euro pro Nutzer und Monat, plus Einrichtung .
Passt für: Betriebe ab 20 Mitarbeitenden mit Buchhaltung im Haus und GAEB-Pflicht.
openhandwerk ist eine Berliner Handwerker-Software mit Fokus auf Bauhaupt- und Ausbaugewerke. Stärken liegen im Aufmaß und in der Aufgabenverwaltung.
Stärken: Solides Aufmaß und Bautagebuch. Aufgabenmanagement in der App. Faires Preisniveau.
Schwächen: Angebots- und Rechnungsmodul weniger ausgereift als bei plancraft oder Meisterwerk. Funktionsumfang im Detail unübersichtlich.
Preis: Ab ca. 39 Euro pro Nutzer und Monat .
Passt für: Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerke mit Schwerpunkt Dokumentation.
ToolTime ist ein Berliner Anbieter mit Fokus auf einfache mobile Bedienung. Zielgruppe sind kleine Betriebe und Solo-Handwerker.
Stärken: Sehr einfache Bedienung. Schneller Einstieg. Gute mobile App. Faires Preisniveau für Kleinbetriebe.
Schwächen: Funktionsumfang bewusst schlank, wer wächst, stößt schnell an Grenzen. Keine vertiefte Materialverwaltung. Keine GAEB-Schnittstelle.
Preis: Solo ab 69 Euro pro Monat (1 Mitarbeiter), Team 145 Euro (bis 5), Max 279 Euro (bis 10). Zusatzlizenz 29,90 Euro pro Mitarbeiter, 12 Monate Mindestlaufzeit.
Passt für: Solo-Handwerker und Betriebe mit 2 bis 5 Mitarbeitenden.
| Anbieter | Preis ab | Stärke | Schwäche | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| Meisterwerk | ab 49 €/Mo (3 Nutzer) | Modularer Preis, sofort bedienbar ohne Schulung | Keine Lager-/Materialverwaltung | Service/Wartung/Reparatur, Solo bis 50 MA |
| plancraft | ab 74,90 €/Mo (1+3 Nutzer) | Angebot/Rechnung | Einsatzplanung schlank | 2–20 MA, SHK/Elektro |
| hero Software | ab 59 €/Mo (1 Nutzer) | CRM + Marketing | Komplex, teuer | ab 10 MA, Vertriebsfokus |
| Sage Handwerk | ~65 €/Mo | Buchhaltung, GAEB | Altmodisch, mobil schwach | ab 20 MA, GAEB-Pflicht |
| openhandwerk | ~39 €/Mo | Aufmaß, Doku | Rechnung mittelmäßig | Bauhaupt-/Ausbaugewerke |
| ToolTime | ab 69 €/Mo (Solo) | Einfachheit | Wenig Tiefe | Solo, 2–5 MA |
Preise Stand Juli 2026. Meisterwerk-Preisdetails und unabhängige Bewertung: trusted.de (Note 1,9 „gut“). Konkurrenzpreise laut den Meisterwerk-Vergleichsseiten, Quelle trusted.de. Aktuelle Konditionen direkt beim Anbieter prüfen.
Funktionen, die 2026 Pflicht sind:
Optional: GAEB, DATEV, Aufmaß, CRM. Wer das nicht braucht, soll nicht dafür zahlen.
Meisterwerk bündelt Termine, Aufträge und Verfügbarkeit der Mitarbeitenden in einem Kalender. Änderungen sieht jeder sofort, auch auf dem Handy.

Kurz vorweg, welche Software zu welchem Bedarf passt:
1. Größe deines Betriebs. Solo bis 5 Mitarbeitende: ToolTime, Meisterwerk Basis. 5–20: plancraft, Meisterwerk, openhandwerk. 20–50: Meisterwerk, hero, Sage. Ab 50: Sage 100, individuelle ERP-Lösungen.
2. Gewerk. SHK und Elektro sind bei plancraft und Meisterwerk gut bedient. Bauhaupt und Ausbau stärker bei openhandwerk und Sage. Maler und Bodenleger laufen gut auf Meisterwerk und ToolTime.
3. Auftraggeber-Struktur. Öffentliche Hand verlangt oft GAEB, das engt auf Sage, openhandwerk, plancraft (mit Erweiterung) ein. B2C und privates B2B laufen auf jeder Software.
4. Vorhandene Buchhaltung. Wer DATEV-Anbindung beim Steuerberater hat, sollte das prüfen, die meisten Anbieter unterstützen es, die Tiefe variiert.
5. Akzeptanz im Team. Die beste Software, die niemand benutzt, ist verschenktes Geld. Hol drei Mitarbeitende in den Auswahlprozess: einen Vorarbeiter, einen Lehrling, einen aus dem Büro. Wer nach 30 Minuten nicht zurechtkommt, bringt der Auswahl ein Ausschlusskriterium.
6. Testphase nutzen. Alle hier genannten Anbieter bieten kostenlose Testphasen. Nutze 14 bis 30 Tage mit echten Daten. Erst danach unterschreiben.
Fehler 1: Funktionen kaufen, die niemand nutzt. Wer ohne Bedarf für CRM und Marketing zu hero greift, zahlt 30 Euro mehr pro Nutzer und Monat. Bei 8 Mitarbeitenden sind das 240 Euro im Monat, fast 3.000 Euro im Jahr für Module, die niemand öffnet.
Vor der Auswahl: Vergleich nicht Anbieter, sondern Philosophien. Allrounder gegen Spezialist, modular gegen Paket, einfach gegen umfassend. Kläre intern, was zu deinem Betrieb passt — dann fällt die Software-Auswahl schneller.
Fehler 2: Auf Setup-Fee verzichten und auf den Setup verzichten. Wer eine komplexe Software ohne Onboarding einführt, hat nach drei Monaten eine halb genutzte Lösung mit unsauberen Daten. Setup-Fees sind oft sinnvoll, wenn der Anbieter sie verlangt, hat das einen Grund.
Fehler 3: Die Mitarbeitenden ignorieren. Akzeptanz entscheidet. Eine Software, die den Mitarbeitenden auf der Baustelle nervt, wird umgangen. Er führt wieder Zettel.
Fehler 4: Zu eng denken. Wer heute 5 Mitarbeitende hat und auf 15 wachsen will, sollte nicht nur auf den heutigen Preis schauen, sondern auf die Skalierbarkeit.
Es gibt keine einzige beste Handwerker-Software, nur die richtige für den jeweiligen Betrieb. Meisterwerk deckt dabei die meisten Fälle ab. Solo-Handwerker und Kleinbetriebe fahren damit ebenso gut wie mittelgroße Betriebe. Für hohes Auftragsvolumen in Service, Wartung und Reparatur ist die modulare Lösung erste Wahl, der Betrieb zahlt nur genutzte Module. Wer stark auf Vertrieb und CRM setzt, ist bei hero richtig, bei GAEB-Pflicht und klassischer Buchhaltung bei Sage, bei Aufmaß und Baustellendoku bei openhandwerk. Vergleiche immer drei Anbieter direkt mit echten Daten in der Testphase, nicht auf der Demo-Folie.
Meisterwerk ist modular: Du aktivierst nur die Module, die du brauchst, und zahlst auch nur die. Besonders für Service-, Wartungs- und Reparaturbetriebe, die viele Aufträge parallel steuern. Vom Solo-Handwerker bis 50 Mitarbeitende.
Es gibt keine universell beste Handwerker-Software, es kommt auf den Betrieb an. Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe ist Meisterwerk der stärkste Allrounder: modular, ohne Schulung bedienbar, mit Angebot, Rechnung, Zeiterfassung und Einsatzplanung in einem System. Für reine Vertriebsbetriebe passt hero, für GAEB-Pflicht Sage Handwerk und openhandwerk, für den Solo-Einstieg ToolTime.
Die Modelle unterscheiden sich stark: Meisterwerk startet modular ab 49 Euro pro Monat für 3 Nutzer (weitere Nutzer ab 12 Euro). ToolTime und hero rechnen in Paketen, ToolTime Solo ab 69 Euro pro Monat, hero ab 59 Euro für 1 Nutzer plus ca. 22 Euro je weiterer Nutzer. plancraft ab 74,90 Euro pro Monat (1 Büro + 3 mobile Nutzer), openhandwerk ab ca. 39 Euro, Sage ab ca. 65 Euro. Achte auf das Preismodell: pro Nutzer oder Paket macht bei der Rechnung einen großen Unterschied.
Mindestens: Angebot und Rechnung mit E-Rechnung-Fähigkeit, mobile Zeiterfassung, Einsatzplanung, Baustellendokumentation, mobile App mit Offline-Modus, DSGVO-konformes Hosting in der EU. Optional: GAEB-Schnittstelle, DATEV-Schnittstelle, CRM, Lager, Aufmaß.
Für Betriebe mit 1–5 Mitarbeitenden: Meisterwerk (ab 49 Euro pro Monat für 3 Nutzer) und ToolTime (Solo ab 69 Euro). Beide bieten kostenlose Testphasen, einfache Bedienung und faire Preise ohne große Setup-Fee. Für 5–10 Mitarbeitende kommt plancraft (Business ab 74,90 Euro) ins Spiel, sobald der Schwerpunkt auf Angebot und Rechnung liegt.
Vor allem in Funktionstiefe, Bedienung und Preis. Meisterwerk und ToolTime priorisieren Einfachheit, plancraft Angebot/Rechnung, hero CRM und Vertrieb, Sage Buchhaltung und GAEB, openhandwerk Aufmaß und Dokumentation. Wer Funktionen vergleicht, vergleicht in Wahrheit Philosophien, Allrounder gegen Spezialist, modular gegen Paket, einfach gegen umfassend.
Für Betriebe mit vielen parallelen Service-, Wartungs- und Reparaturaufträgen ist Meisterwerk erste Wahl. Einsatzplanung, mobile Zeiterfassung und Rechnung greifen in einem System ineinander, und der Betrieb zahlt nur die Module, die er nutzt. So bleiben viele kurze Aufträge steuerbar, ohne Doppelerfassung.
Am schnellsten startklar sind Meisterwerk und ToolTime. Beide brauchen keine Schulung, das Team versteht die App nach wenigen Klicks. Meisterwerk bietet zusätzlich den größeren Funktionsumfang, wenn der Betrieb wächst.
Quellen: