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Es gibt in Deutschland kein generelles gesetzliches Verbot. Aber die DGUV-Unfallverhütungsvorschrift sagt klar: Du darfst dich oder andere nicht durch Alkohol gefährden. Betrunken auf der Baustelle zu arbeiten kostet bei einem Unfall den Versicherungsschutz – und kann rechtliche Folgen haben. Als Chef kannst du im Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ein striktes Verbot festlegen.
Suchterkrankungen gibt es in allen Berufen. Aber Studien zeigen: Handwerker mittleren und höheren Alters tragen ein besonders hohes Risiko. Männer zwischen 40 und 69 Jahren im Baugewerbe sind besonders betroffen. Ursachen sind oft Stress, Depressionen und leichte Verfügbarkeit von Alkohol.
Schau nicht weg – das ist deine Verantwortung als Arbeitgeber. Achte auf Alkoholgeruch, Bewegungs- oder Sprachstörungen. Setze die Person nicht ein, wenn sie merklich unter Einfluss steht. So schützt du sie und dein Team.
Es gibt konkrete Anlaufstellen: Die Sucht- und Drogen-Hotline (01806 313031), der Handwerker-Fonds Suchtkrankheit e.V., kostenlose Suchtberatung vom Deutschen Roten Kreuz und die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. helfen anonym und kostenlos.
Prävention hilft. Biete auf Baustelle und im Büro alkoholfreie Getränke an. Kläre dein Team offen über Risiken auf. Reduziere dauerhaften Zeitdruck – die häufigste unausgesprochene Ursache. Eine klare Betriebsvereinbarung schafft Verbindlichkeit, ohne dass es bei einem Vorfall Diskussionen gibt.

Auch wenn es keine einheitliche gesetzliche Regelung3 gibt, die das Biertrinken auf der Baustelle verbietet, existieren in Deutschland Regelungen wie die Unfallverhütungsvorschrift.4 Diese besagt, dass Handwerkerinnen und Handwerker sich durch „den Konsum von Alkohol, [...] nicht in einen Zustand versetzen [dürfen], durch den sie sich selbst oder andere gefährden können.” Arbeiten sie betrunken, so verlieren Angestellte ihren Versicherungsschutz und können sogar rechtlich belangt werden.
Zu ihrem eigenen Schutz sollte die Betriebsleitung ihre Mitarbeitenden außerdem auch keine beruflichen Tätigkeiten ausführen lassen, wenn diese merklich unter Alkoholeinfluss stehen.5
Wichtig: Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber stehst du in der Verantwortung! Bemerkst du also eines oder mehrere dieser Symptome, schaue bitte nicht weg:

Auch wenn es keine Statistiken dazu gibt, wie viele Handwerkerinnen und Handwerker bei der Arbeit alkoholhaltiges Bier konsumieren, wurde der Alkoholmissbrauch in verschiedenen Berufsgruppen untersucht. Erst 2022 hat eine Studie aus England6 gezeigt, dass vor allem Männer zwischen 40 und 69 Jahren im handwerklichen Baugewerbe besonderen Risiken ausgesetzt sind. Forscherteams auch aus anderen Ländern wie Schweden, Finnland und den USA fanden Folgendes heraus:
Vor diesem Hintergrund liegt die Frage nach dem Warum nahe. Weshalb sind gerade Handwerker – nicht Handwerkerinnen – anfällig für alkoholbedingte Gesundheitsrisiken?
Maxi nimmt deine Anrufe entgegen, fragt die wichtigen Infos ab und schickt dir eine Zusammenfassung. So entlastest du dein Team und lässt keinen Kunden warten.

Die jeweiligen Ursachen für Alkoholmissbrauch oder einer Suchterkrankung sind natürlich individuell. Dennoch gibt es laut Expertinnen und Experten aus Psychologie und Medizin einige Risikofaktoren, die natürlich nicht nur auf das Baugewerbe zutreffen. Dazu gehören unter anderem:7,8
Prävention hilft! Jede(r) kann einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass eine Kultur des Alkoholkonsums auf der Baustelle gar nicht erst entsteht. Viele Maßnahmen lassen sich ganz einfach umsetzen:
Ein Blick in viele modernen Betriebe zeigt jedoch: Bier auf der Baustelle ist mehr Klischee als Realität. Die Kultur in den Betrieben hat sich über die letzten Jahrzehnte dahingehend stark gewandelt. Das dominierende Thema im Handwerk ist sicherlich nicht das nächste Bier, sondern zum Beispiel die Digitalisierung.
Maxi ist immer freundlich, nie krank und spricht verschiedene Sprachen.
Du entscheidest, wie sie klingt, was sie sagt und welche Fragen sie stellt – perfekt abgestimmt auf deinen Betrieb.

Statt mit der Bierflasche findet man heute Handwerkerinnen und Handwerker eher mit dem Smartphone in der Hand auf der Baustelle. Denn damit lassen sich Fotos vom Arbeitsfortschritt machen, Updates ins Büro schicken und Arbeitszeiten erfassen. Ganz besonders einfach und effizient funktioniert das mit der Meisterwerk App. Die Handwerker App verbessert die Organisation und Kommunikation im Betrieb durch:
Das spart Zeit und sorgt dafür, dass auch das Handwerk im digitalen Zeitalter des 21. Jahrhunderts ankommt.