Handwerksunternehmer

Handwerkersoftware für SHK-Betriebe: So geht's besser | Meisterwerk

Geschrieben von Redaktion | Jan 1, 1970 12:00:00 AM

 

 

Montag, kurz vor acht. Der Installateur kommt vom Notdienst-Einsatz zurück, den er Sonntagabend hatte. Die Heizungsanlage war ausgefallen, er hat sie wieder zum Laufen gebracht — zwei Stunden Fahrzeit, anderthalb Stunden Arbeit, ein Ersatzteil aus dem Bauwagen. Die Rechnung dafür? Liegt noch nicht. Irgendwo gibt es einen Zettel. Vielleicht auch nicht mehr.

Was im SHK-Alltag wirklich Zeit frisst

SHK ist kein Tagesgeschäft mit fixen Zeiten. Notdienste kommen spontan, Wartungsrunden haben enge Zeitfenster, Neuinstallationen laufen parallel. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist oft die Abrechnung — nicht weil niemand will, sondern weil die Abläufe es schwer machen.

1. Notdienst-Rechnungen, die zu spät kommen — oder gar nicht

Ein Einsatz am Abend oder Wochenende produziert Zettel, Fotos und Erinnerungen. Wer schreibt die Rechnung? Wann? Wer hat den Einsatz überhaupt erfasst? In vielen SHK-Betrieben landen Notdienst-Stunden in der Rumpelkammer des Arbeitstages — und tauchen erst Wochen später auf, wenn jemand sucht. Rechnungen aus dem März, die im April noch offen sind, sind keine Ausnahme.

Dazu kommt: Das Notdiensttelefon klingelt für alles. Echter Rohrbruch, Heizungsausfall im Winter, aber auch: tropfender Wasserhahn, Fragen zur letzten Rechnung, Angebotswünsche. Wer nachts wegen jedes Anrufs wach wird, ist schnell ausgebrannt.

2. Stundenerfassung, die nicht zur Realität passt

Ein Monteur fährt zum Kunden, merkt dass ein Ersatzteil fehlt, fährt in den Großhandel, kommt zurück. Anderthalb Stunden beim Kunden, aber insgesamt drei Stunden Aufwand — Fahrzeit, Besorgung, Wartezeit. Wenn Fahrtzeit und Materialbeschaffung nicht dokumentiert sind, verschenkt der Betrieb Geld.

3. Fehlende Inbetriebnahme- und Wartungsprotokolle

Nach der Inbetriebnahme einer Wärmepumpe oder nach dem Jahres-Service einer Brennwerttherme sollte ein Protokoll vorliegen: Was wurde gemacht? Was wurde geprüft? Welche Werte wurden gemessen? Ohne Dokumentation hat der Betrieb nichts in der Hand — nicht beim nächsten Serviceeinsatz, nicht bei Garantiefragen.

4. Wartungsverträge aus dem Kopf

Welche Kunden haben einen Servicevertrag? Wann ist die nächste Wartung fällig? Viele SHK-Betriebe verwalten das in Excel, in einer Notizen-App oder im Gedächtnis des Meisters. Läuft der Meister weg, läuft das Wissen mit.

5. Materialaufwand, der nicht in der Rechnung landet

Rohre, Armaturen, Dichtungen — oft beim Großhandel schnell besorgt, nicht notiert, und am Ende nicht abgerechnet. Besonders bei Kleinarbeiten und Notdienst-Einsätzen passiert das regelmäßig.

6. Die Einsatzplanung läuft auf mehreren Ebenen — und niemand hat den Überblick

SHK-Betriebe disponieren selten nach einem einzigen Muster. Es gibt den Kundendienst-Techniker, der alleine zum Heizungsservice fährt und drei Termine am Tag abarbeitet. Daneben den Bautrupp, der als Kolonne wochenweise auf einer Wärmepumpen-Baustelle ist. Und dann noch den Notdienst, der spontan alles durcheinanderbringt. Alle drei Typen laufen gleichzeitig, manchmal mit denselben Leuten.

 

 

Wo Software im SHK-Betrieb konkret hilft

Eine gute Handwerkersoftware für SHK-Betriebe löst nicht jedes Problem auf einmal. Aber sie schafft die Grundlage dafür, dass Einsätze, Stunden und Material sauber erfasst werden — und dass aus dem Einsatz am Sonntagabend eine Rechnung wird, bevor der Monat um ist.

Die Funktionen, die in SHK-Betrieben am meisten zählen:

  • Mobile Auftragserfassung: Der Techniker nimmt den Auftrag auf dem Smartphone an, erfasst vor Ort was er gemacht hat — und übergibt die Information direkt ans Büro.
  • Stundenerfassung mit Kategorien: Fahrzeit, Arbeitszeit, Rüstzeit — separat erfasst, separat auswertbar. Das Büro sieht auf einen Blick, was abrechenbar ist.
  • Digitale Protokolle: Inbetriebnahme-Protokoll, Wartungsprotokoll, Übergabe — alles direkt in der App, unterschrieben vom Kunden, gespeichert im Auftrag.
  • Wartungsverträge mit automatischer Terminplanung: Anlagen-Daten hinterlegen, Wartungsintervall einstellen, Termin kommt automatisch.
  • Kundenhistorie pro Anlage: Wer war wann bei welcher Anlage? Was wurde gemacht? Welche Teile wurden verbaut?

 

 

Notdienst: Von der Störungsmeldung zur Rechnung

Der Notdienst ist das stärkste Argument dafür, dass SHK-Betriebe eine mobile Lösung brauchen — keine Desktop-Software, die abends im Büro läuft.

Mit Meisterwerk läuft das so: Der Techniker bekommt den Notdienst-Auftrag direkt auf das Smartphone. Er sieht Adresse, Kontakt, Anlagenbeschreibung — alles, was er braucht, bevor er in die Tür geht. Vor Ort erfasst er die Stunden, trägt das verwendete Material ein, macht Fotos von der Anlage, lässt sich die Arbeit vom Kunden digital bestätigen. Das Büro sieht den Einsatz in Echtzeit — und kann die Rechnung stellen, noch bevor der Techniker wieder schlafen gegangen ist.

Ein konkretes Beispiel: Heizungsausfall, Samstagnacht. Therme defekt, Zündelektrode getauscht. Der Techniker erfasst: 45 Minuten Fahrzeit, 90 Minuten Arbeitszeit, 1× Zündelektrode aus dem Fahrzeugbestand. Im Büro ist der Auftrag am Sonntagmorgen fertig für die Rechnung — Nacht- und Wochenend-Zuschläge können als Stundensatz-Kategorie hinterlegt sein. Keine Zettelsuche, kein Nachfragen.

 

 

Wartungsverträge: Termine und Kundenhistorie im Griff

Wartung ist das Rückgrat vieler SHK-Betriebe: planbar, wiederkehrend, mit treuen Kunden. Aber nur, wenn sie auch wirklich strukturiert läuft.

In Meisterwerk legst du pro Anlage die Servicedaten an: Hersteller, Modell, Baujahr, Seriennummer, letzter Wartungstermin. Den Wartungsvertrag hinterlegst du mit Intervall — jährlich, halbjährlich, je nach Vereinbarung. Der nächste Termin kommt automatisch in die Planung, der Techniker sieht bei seinem Einsatz die komplette Anlagehistorie: Was wurde zuletzt gemacht? Welche Teile wurden verbaut? Gab es Auffälligkeiten?

Das macht den Unterschied, wenn ein Kunde anruft: „Die Heizung läuft unruhig, der kam doch erst letztes Jahr." Der Planer im Büro sieht sofort: letzter Termin war Oktober, Brennkammer gereinigt, Abgaswerte waren grenzwertig.

Besonders bei Wärmepumpen, Brennwerttherme und Flächenheizung ist die Anlagenhistorie Gold wert: BAFA-Förderung und KfW-Zuschüsse setzen regelmäßige Wartungsnachweise voraus. Wer die nicht sauber dokumentiert, riskiert Probleme bei der Nachweispflicht.

Und beim Wärmepumpen-Einbau selbst: Die Inbetriebnahme hat Pflichtschritte — Druckprüfung, hydraulischer Abgleich, Messwerte. In Meisterwerk kannst du diese Schritte als Checkliste im Auftrag hinterlegen. Erst wenn alle Punkte abgehakt sind, lässt sich der Auftrag abschließen.

Stundenerfassung im SHK: Fahrzeit, Baumarkt, Baustelle

Drei Stunden beim Kunden — oder waren es zwei, plus eine Stunde Fahrt zum Großhandel? Im SHK-Bereich ist das kein theoretisches Problem. Techniker fahren zu Kunden, bemerken dass ein Teil fehlt, besorgen es — und erfassen am Ende die Summe, nicht die Einzelteile.

Meisterwerk unterscheidet Zeitkategorien: Arbeitszeit, Fahrzeit, Rüstzeit. Der Techniker tippt direkt in der App, was wann angefallen ist. Das Büro kann die Kategorien frei benennen und entscheiden, welche davon in der Rechnung auftauchen — zum Beispiel Fahrzeit pauschal, Arbeitszeit nach Stundensatz, Materialeinkauf als eigene Position.

Das hilft auch bei der Transparenz gegenüber dem Kunden: Wer nachfragt, warum er drei Stunden bezahlen soll obwohl der Monteur nur anderthalb Stunden in der Wohnung war, bekommt eine klare Aufschlüsselung. Kein Streit, keine Diskussion — nur Fakten.

Für SHK-Betriebe mit Notdienst und Außendienst ist GPS-gestützte Zeiterfassung beim Ein- und Ausstempeln außerdem ein Absicherungsinstrument: Der Techniker war um 22:43 Uhr vor Ort. Das steht im System.

Einsatzplanung im SHK: Kundendienst, Bautrupp und Notdienst in einer Ansicht

Einsatzplanung ist im SHK-Betrieb kein Randthema — es ist die täglich wiederkehrende Kernfrage: Wer fährt morgen wohin, mit wem, und mit welchem Fahrzeug?

Das Besondere im SHK: die Planungseinheit ist die Kolonne, kein Einzeltechniker. Eine Kolonne ist ein eingespieltes Team — oft zwei Leute plus Fahrzeug. Der Planer denkt nicht in Köpfen, sondern in Kolonnen. Hat Kolonne A gerade eine Wärmepumpen-Inbetriebnahme, die drei Tage dauert? Ist Kolonne B ab Mittwoch wieder frei? Wer übernimmt den Notdienst-Nachlauf am Donnerstag?

In Meisterwerk siehst du in der Plantafel links deine Kolonnen — mit Namen, Fahrzeug, Verfügbarkeit. Urlaub und Krankheit blocken die Kolonne automatisch. Neue Aufträge werden direkt aus dem Büro terminiert und landen sofort auf dem Smartphone der Kolonne. Keine WhatsApp-Kette, kein Anruf. Die Kolonne sieht ihren Auftrag, die Adresse, was zu tun ist — und trägt nach dem Einsatz die Stunden direkt ein.

Was das konkret ändert: Drei Meister können gleichzeitig planen, ohne sich gegenseitig zu blockieren. Wer Urlaub hat, ist nicht verplanbar. Und wer morgens im Büro fragt, wo Kolonne 3 gerade ist — sieht es in der App.

 

 

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Nicht jede Handwerkersoftware ist für SHK-Betriebe gleichwertig. Diese Kriterien sind entscheidend:

Offline-Fähigkeit Keller, Heizungsräume, ältere Gebäude — Empfang ist nicht garantiert. Eine Software, die ohne Internetverbindung keine Daten speichert, bringt dem Techniker vor Ort nichts. Offline-Eingabe mit späterer Synchronisierung ist Pflicht.

Mobile-First, nicht Desktop-First Der SHK-Techniker arbeitet mit dem Smartphone, nicht am Bürorechner. Die App muss auf dem Telefon funktionieren — intuitiv, schnell, auch mit Arbeitshandschuhen bedienbar.

Protokoll-Vorlagen anpassbar Inbetriebnahme-Protokoll für Wärmepumpen, Wartungsprotokoll für Brennwerttherme, hydraulischer Abgleich — die Anforderungen unterscheiden sich je nach Anlage. Vorlagen müssen anpassbar sein, Kunden-Unterschrift direkt am Gerät möglich.

Auftrag zu Rechnung ohne Medienbruch Einsatz fertig — Rechnung fertig. Das ist das Ziel. Keine manuelle Übertragung vom Zettel ins Excel, von Excel in die Buchhaltungssoftware. Was der Techniker erfasst, soll direkt die Grundlage der Rechnung sein.

Kolonnen-Planung und Kundendienst in einer Ansicht SHK-Betriebe haben oft zwei parallele Planungslogiken: Kolonnen auf Wochen-Baustellen und Kundendienst mit kurzfristigen Einzelterminen. Eine gute Software bildet beides ab — farblich getrennt, gleichzeitig bearbeitbar von mehreren Meistern.

 

 

Wartungsverträge und Anlagen-Datenbank Für SHK-Betriebe mit regelmäßigen Servicekunden ist das kein Nice-to-have. Eine Anlagen-Datenbank mit Wartungshistorie und automatischen Folgeterminen spart mehr Zeit als fast jede andere Funktion.

Schnittstellen zu Buchhaltung LexOffice, Datev, ELSTER — die Rechnung muss irgendwann in die Buchhaltung. Je weniger Handarbeit dabei, desto besser.

So steigst du ein

  1. Den größten Engpass zuerst angehen Kein SHK-Betrieb digitalisiert alles auf einmal. Wenn die Notdienst-Abrechnung das größte Loch ist — dort anfangen. Wenn Wartungsverträge im Chaos liegen — dort. Ein Problem gelöst, bevor das nächste angegangen wird.

  2. Techniker früh einbinden Eine App, die der Monteur nicht nutzt, hilft niemandem. Zeig dem Team, warum es für sie einfacher wird — weniger Zettel, weniger Rückfragen vom Büro, klarere Schichten.

  3. Bestehende Anlagen-Daten importieren Kundenliste, Anlage-Daten, Wartungsverträge — das meiste liegt irgendwo in Excel oder Word. Einmalig ordentlich importieren, dann hat man die Basis. Danach läuft das System von selbst.

 

 

Fazit

Im SHK-Betrieb sind es meist vier Engpässe, die sich wiederholen: Notdienst-Stunden, die nicht rechtzeitig abgerechnet werden. Wartungsverträge, die aus dem Gedächtnis verwaltet werden. Protokolle, die auf Papier entstehen und im Ordner verschwinden. Und die tägliche Frage, welche Kolonne gerade wo ist und wer morgen noch disponiert werden kann. Wer diese vier Punkte digitalisiert, gewinnt pro Woche mehrere Stunden zurück. Entscheidend ist die Auswahl: Eine Software, die Kolonnen nicht kennt, mobile-first ignoriert und keine Protokoll-Vorlagen hat, löst die Probleme eines SHK-Betriebs nicht.

Häufige Fragen von SHK-Betrieben