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Dachdecker-Software: Wetter, Notdienst, Stunden ohne Zettel | Meisterwerk

Geschrieben von Redaktion | Apr 28, 2026 4:59:54 PM
Inhaltsverzeichnis

 

6 Punkte, die im Dachdecker-Alltag Zeit kosten — und wie Software sie löst

1. Wetter zerlegt den Plan — und das jeden zweiten Tag

Standard-Handwerkersoftware verlangt für jeden Termin ein festes Datum. Bei Dachdeckern hält das selten zwei Tage. Regen, Frost, Hitze über 35 Grad: manche Materialien lassen sich dann nicht mehr verarbeiten. Heißt: Termin um, Mannschaft um, Folgegewerke informieren. Wer das auf Zetteln oder im Excel-Kalender macht, verliert eine halbe Stunde Telefonzeit pro Umplanung. Mit drei oder vier Baustellen parallel kommt das mehrmals die Woche vor. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) hat 2020 mit der IG BAU das Ausfallgeld auf die Sommermonate ausgedehnt — als Reaktion auf "besonders heiße Sommer und heftige Starkregenereignisse" durch den Klimawandel (ZVDH-Faktenblatt).

Mit Meisterwerk: Termine in der Plantafel verschiebst du per Drag-and-Drop. Wenn du einen Tag umplanst, sehen alle Mitarbeiter das auf dem Handy: kein Anruf, keine WhatsApp-Gruppe, keine Folgefragen. Eine Großbaustelle besetzt du phasenweise: sechs Leute beim Abriss, vier bei der Ziegeleindeckung, zwei bei der Detailarbeit an Kehle und Traufe. Wer in der Zeit frei wird, springt auf eine Reparatur in der Nähe.

 

 

 

 

2. Schlechtwetter dokumentieren — die Sozialkasse fragt nach

Dachdecker sind das einzige Gewerk in Deutschland mit eigener Sozialkasse für Schlechtwetter. Wenn ein Mitarbeiter nicht aufs Dach kann (Regen, Sturm, oder über 35 Grad bei bestimmten Materialien), meldest du Schlechtwetter an. Die Sozialkasse des Dachdeckerhandwerks (SOKA-DACH) zahlt nach Tarifvertrag 75 Prozent des Stundenlohns als Ausfallgeld — für maximal 53 Ausfallstunden pro Kalenderjahr (Faktenblatt SOKA-DACH). Das Ausfallgeld gilt von April bis November; Dezember bis März greift das Saison-Kurzarbeitergeld. Aber die SOKA-DACH macht Stichproben. „Warum habt ihr im Sommer Schlechtwetter angemeldet?" Du brauchst die Antwort pro Mitarbeiter, pro Tag, mit Begründung, am besten mit Standort.

Mit Meisterwerk: Schlechtwetter ist ein eigener Abwesenheitstyp neben Urlaub und Krankheit. Der Mitarbeiter trägt am Tag selbst ein, was los war: „Sauwetter in Frankfurt, Hagel ab 10 Uhr". Im CSV-Export für das Lohnbüro stehen alle Schlechtwetter-Tage pro Mitarbeiter sauber drin, mit Notizen. Wenn die Sozialkasse fragt, hast du die Antwort schwarz auf weiß, ohne im Kalender rückwärts zu suchen.

 

 

3. Sturmschaden-Notdienst — spontan und sauber dokumentiert

Es ist Samstagabend, der Anruf kommt: Sturmschaden, drittes Stockwerk, Dachpappe vom Flachdach gerissen. Standard-Software verlangt jetzt: Kunde anlegen, Projekt anlegen, Auftrag erstellen, dann erst Stunden buchen. Bis du das durchhast, bist du schon auf der Leiter. Folge: Du machst es auf einem Zettel und pflegst es Montag nach. Was passiert mit dem Zettel? Manchmal wird er vergessen.

Mit Meisterwerk: Auftrag direkt am Handy in 30 Sekunden anlegen, Kundenname, Adresse, Auftragsart Notdienst, fertig. Stunden ein- und ausstempeln auf den Auftrag. Bilder vom Schaden direkt in die Auftragsdoku. Material kommt über die App rein, oder als Foto vom Lieferschein. Montagmorgen weiß das Büro, was am Wochenende war, ohne dass du es erzählen musst.

 

5. Foto-Chaos zwischen WhatsApp und Google Drive

Zwei Bilder pro Baustelle reichen selten. Bei einer Umdeckung sind es 20 oder mehr: Vorher-Bilder von der alten Eindeckung, Bilder vom freigelegten Sparrenwerk, Detailaufnahmen an der Kehle, Abnahmebilder. Heute laufen die Bilder über WhatsApp-Gruppen oder werden ins Google Drive geschoben. Wer findet das Bild von der Kehle in der Mainzer Straße sechs Wochen später wieder, wenn eine Reklamation kommt? Niemand.

Mit Meisterwerk: Jedes Bild gehört zu einem Auftrag. Du fotografierst aus der App heraus, das Bild liegt sofort am richtigen Auftrag, mit Zeitstempel und Mitarbeiter-Namen. Vor dem Termin geht der Mitarbeiter in den Auftrag und sieht, was ihn erwartet: das LV vom Architekten, die Skizze, die Vorher-Bilder, die Telefonnummer des Bauherrn. Meldet ein Kunde nach drei Jahren einen Sturmschaden, findest du den Auftrag und alle Fotos in zehn Sekunden, über die Postleitzahl-Suche.

6. Stunden, Material, Standzeit — sauber an die Lohnbuchhaltung übergeben

Im Büro sitzt jemand am Monatsende drei Tage an der Lohnabrechnung. Stunden zusammensuchen, Schlechtwetter-Tage prüfen, Krankmeldungen einsortieren, Material gegen die Lieferscheine abgleichen. Dann fehlt irgendwo der Zettel von letzter Woche, jemand hat eine Stunde mehr eingetragen als auf der Baustelle war, ein Materialposten ist verschwunden. Drei Tage werden vier.

Mit Meisterwerk: Stunden landen automatisch auf dem Auftrag, dem sie gehören. Schlechtwetter, Krankheit, Urlaub: alles im selben CSV-Export, mit Mitarbeiter-Spalte und Tag-Spalte. Du fotografierst den Lieferschein, das Bild hängt direkt am Auftrag. Aus drei Tagen Lohnabrechnung werden drei Stunden, und die Sozialkasse-Doku ist als Nebenprodukt schon mit drin.

 

 

Aufmaß und qm-Kalkulation für Dachdecker — vom Dach bis zur Rechnung

Aufmaß ist die Grundlage jeder Dachdecker-Kalkulation: qm Dachfläche, lfm Kehle, lfm Traufe, Stück Ziegel, Standzeit Gerüst. Alle Positionen müssen am Ende sauber in einer Rechnung stehen, mit Schnittverlusten, Pauschalen und den Material-Preisen, die der Dachdecker-Einkauf vorgibt.

Wer mit Excel oder einem separaten Kalkulationsprogramm arbeitet, übernimmt Daten doppelt: einmal fürs Angebot, einmal für die Rechnung. Wenn dazwischen Nachträge kommen (typisch: Sparren-Bestand schlechter als bei der Erstaufnahme erwartet), wird das Angebot überarbeitet, die Rechnung danach komplett neu gerechnet. Stunden Arbeit nur fürs Übertragen.

In Meisterwerk arbeitest du mit einem Artikelkatalog, den du per CSV-Import befüllst. Datanorm-Dateien vom Dachdecker-Einkauf, Kühne, Sehringer oder Schneider überführst du in CSV: die häufigsten 25 bis 50 Artikel reichen für das Tagesgeschäft, Ziegel, Unterspannbahn, Dampfsperre, Flüssigfolie, Silikon, Spachtelmasse, Stehfalzbleche. Pauschalpositionen für kleine Reparaturen („Loch zugemacht, Material 25 Euro") sind genauso anlegbar wie Positionen mit qm-Logik. Aus einem bestätigten Angebot wird per Klick die Rechnung, Stunden werden automatisch dazugezogen, Nachträge ergänzen das Dokument, fertig.

 

 

 

 

Was eine Dachdecker-App auf der Baustelle können muss

Eine Dachdecker-App lebt oder stirbt auf der Leiter und auf dem Dach. Was im Büro bequem aussieht, kann oben unbedienbar sein: kalte Hände, Arbeitshandschuhe, Sonne von vorne, schlechtes Mobilfunknetz auf dem Land.

 

 

Drei Anforderungen entscheiden:

Robust und einhändig bedienbar. Die App läuft auf einem normalen Smartphone, kein spezielles Tablet nötig. Stempeluhr und Foto-Funktion sind mit zwei Klicks erreichbar. Das ist bei Dachdeckern wichtiger als bei jedem anderen Gewerk: Wer am Sicherungsseil hängt, hat keine zwei freien Hände.

Offline-fähig. Auf einem Walmdach in der Pfalz steht das Mobilfunknetz oft nur einbalkig. Die Meisterwerk-App speichert alles lokal und synchronisiert nach, sobald der Mitarbeiter wieder im Empfang ist. Stunden, Bilder, Notizen: nichts geht verloren.

Sicherheits-Doku integriert. SiGeKo, Absturzsicherung, Gerüstprüfung: die Doku verlangt Datum, Mitarbeiter, Foto. Wenn das in einem digitalen Formular in der App steckt, wird es einmal richtig eingestellt und läuft danach pro Auftrag automatisch mit. Kein Protokoll bleibt mehr ungeschrieben, weil jemand am Abend keine Lust mehr hatte.

Was die App nicht ersetzt: das Kontrollgespräch mit dem Truppführer am Morgen. Aber sie sorgt dafür, dass jeder Termin denselben Sicherheits-Check und dieselbe Foto-Doku bekommt, auch der, den der neue Geselle führt.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

In Deutschland sind laut ZVDH-Steckbrief März 2026 rund 15.200 Dachdeckerbetriebe in der Handwerksrolle eingetragen — mit einem Gesamtumsatz von 13,5 Milliarden Euro im Jahr 2025. 78 Prozent dieser Betriebe haben weniger als zehn Arbeitnehmer; im Durchschnitt sind es 5,5 gewerbliche Mitarbeiter pro Betrieb. Software-Anforderungen sind also klein- bis mittelbetrieblich gedacht — Werkzeug für die typische Truppgröße auf dem Dach, nicht Konzern-Software.

Schlechtwetter ist eine eigene Kategorie. Frag in der Demo: Kann man pro Mitarbeiter und pro Tag Schlechtwetter mit Notiz buchen, und steht das im Lohn-Export? Wenn nicht, ist die Software nicht für Dachdecker gebaut.

Termine per Drag-and-Drop verschieben, nicht über Formular. Wer drei Klicks und eine E-Mail braucht, um einen Termin um zwei Tage zu verschieben, nutzt es am Ende nicht. Es muss ein Ziehen sein.

Mehrere Baustellen parallel auf einem Bildschirm. Drei bis vier Baustellen sind normal, plus Reparaturkolonne. Die Plantafel muss alles auf einer Ansicht zeigen, sonst rutscht etwas durch.

Foto-Doku am Auftrag, nicht in der Cloud. Bilder ohne Auftragsbezug sind drei Jahre später unauffindbar. Frag in der Demo: Wo lebt das Bild?

Datanorm oder zumindest CSV-Import für Material. Manuelles Pflegen von Artikellisten frisst Wochen. Auch ohne Datanorm: CSV-Import gehört rein, sonst wird die Kalkulation zur Nebenbeschäftigung.

Die App läuft auf dem Privat-Handy. Pflicht-Tablets sind Reibung. Lädt jeder Mitarbeiter die App selber auf sein Handy, sinkt die Hürde im Team.

So steigst du ein

1. Den größten Engpass zuerst. Bei den meisten Dachdecker-Betrieben ist das die Einsatzplanung. Anfangen mit der Plantafel und der Stunden-Erfassung: Angebot, Rechnung und Material kommen später dazu, sobald der Workflow steht.

2. Truppführer früh einbinden. Die App lebt davon, dass die Mitarbeiter sie freiwillig benutzen. Wenn der Truppführer mitentscheidet, was wie eingestellt ist (Status-Farben, Standardvorlagen, digitale Formulare), ist die Akzeptanz im Team höher.

3. Bestandsdaten und Artikel importieren. Kunden, Adressen, häufigste Material-Artikel: als CSV einmal hochladen, dann arbeiten. So sind ab Tag 1 die wichtigsten Daten verfügbar, du baust nicht von null.

 

 

FAQ

 

 

Fazit

Dachdecker-Betriebe haben Engpässe, die andere Gewerke nicht kennen: Wetter-Umplanung, Schlechtwetter-Doku für die Sozialkasse, robuste Bedienung auf dem Dach. Software, die das nicht abbildet, ist Reibung. Software, die das abbildet, spart drei Tage Lohnabrechnung pro Monat und holt aus jedem Sturmschaden-Notdienst eine saubere Rechnung. Wer die Plantafel zuerst angeht, gewinnt am schnellsten Zeit zurück.

Quellen: Gewerke-Matrix Meisterwerk (April 2026), Strategie-Excel meisterwerk-gewerke-uebersicht_2.xlsx, Kundeninterviews Dachdecker-Segment (intern, anonymisiert).