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SHK Software: Wärmepumpe, Notdienst und Wartung | Meisterwerk

Geschrieben von Redaktion | May 6, 2026 9:10:20 AM
Inhaltsverzeichnis

 

Was genau macht eine Handwerker-Software für SHK-Betriebe?

Eine Handwerker-Software bündelt alle Verwaltungsaufgaben eines Betriebs in einer App: vom Auftrag über die Stunden bis zur Rechnung. Sie ersetzt den Mix aus Excel-Kalender, WhatsApp-Gruppen, Papierordnern und Insellösungen. Für SHK-Betriebe reicht eine rein generische Handwerker-Software allerdings selten. Notdienst-Triage am Telefon, Wartungsverträge mit Wiedervorlage, Anlagenstamm am Heizungs-Standort und BAFA-/KfW-Förderdoku für Wärmepumpen gehören mindestens dazu.

Die wichtigsten Funktionen einer SHK Software sind:

  1. Einsatzplanung Plantafel mit Drag-and-Drop, getrennte Kolonnen für Heizung und Sanitär, Notdienst- und Bereitschaftsdienst-Logik.
  2. Digitale Dokumentation Inbetriebnahme-Protokoll, hydraulischer Abgleich, Anlagen-Schema, Abnahme-Unterschrift direkt im Heizraum am Tablet.
  3. Einfache Zeiterfassung Mobile Stempeluhr mit Notdienst-Zuschlägen, getrennte Kategorien für Fahrzeit, Arbeitszeit und Wartezeit.
  4. Zentrale Projektverwaltung Aufträge, Anlagenstamm, Wartungsverträge, Förderanträge und Rechnungen in einer Umgebung, mit Wiedervorlage für die nächste Wartung.
  5. Schnittstellen zur Lohnabrechnung CSV-Export oder direkte Anbindung ans Lohnbüro, inklusive Notdienst-Zulagen und Bereitschaftsdienst-Pauschalen.

6 Punkte, die im SHK-Alltag Zeit kosten

1. Notdienst oder allgemeine Anfrage? Die Telefon-Triage entscheidet

Das Notdiensttelefon klingelt für alles. Echter Heizungsausfall im Januar, tropfender Wasserhahn am Mittwoch, Frage zur letzten Rechnung, Nachfrage zu einer offenen Wärmepumpen-Anfrage. Wer nachts wegen jedes Anrufs wach wird, ist schnell ausgebrannt. Tagsüber dasselbe Problem im Büro: das Telefon nimmt jemand ab, ohne dass klar ist, ob die Anfrage Notfall, Lead oder Bestandskunden-Service ist.

Mit einer Software wie Meisterwerk: Anrufgründe sind im System hinterlegt: „Anfrage neue Wärmepumpe", „Wartung Anlage", „Probleme Wärmepumpe", „Rückrufwunsch". Ein KI-Telefonassistent kann die Triage abfangen, vor allem außerhalb der Bürozeiten. Geht es um eine ausgefallene Heizung im Winter, leitet er an die Notdienst-Bereitschaft weiter. Geht es um eine Förder-Anfrage zur Wärmepumpe, sammelt er Gebäude-Größe, Baujahr, aktuelle Heizung und legt einen Lead an.

 

 

2. Anfragen aus fünf Kanälen, eine zentrale Übersicht fehlt

Anfragen kommen über die Webseite, Lead-Portale, Messen, Empfehlungen, Direktanrufe und vor-Ort-Termine. Jede Quelle hat ihr eigenes Postfach, ihr eigenes Tool, ihre eigene Excel-Liste. Niemand sieht den Gesamtstand: Wer arbeitet dran? Was kommt als Nächstes? Was wurde vergessen?

Mit einer Software wie Meisterwerk: Alle Anfragen landen als Aktivität in einer Liste, mit Status (Anfrage, Termin vereinbart, Angebot raus, gewonnen, verloren) und mit Quelle. Du siehst auf den ersten Blick, wer in welcher Phase steckt, und filterst nach Quelle, wenn du die Conversion auswerten willst.

 

 

3. Heizungs-, Sanitär- und Bad-Kolonnen tagesaktuell verplanen

Ein klassischer SHK-Betrieb arbeitet mit getrennten Kolonnen: Heizungsmonteure, Sanitärinstallateure, Bad-Sanierer für Badsanierungen. Hinzu kommen Rohinstallateure für Neubau, Feininstallation am Ende der Bauphase und Kundendienst-Techniker, die alleine fahren. Plus Azubis, die mal eine halbe Woche Schule haben und dann in eine andere Kolonne wechseln. Wer das in Excel pflegt, baut die Aufteilung jede Woche neu.

Mit einer Software wie Meisterwerk: Kolonnen sind als Teams hinterlegt, in der Plantafel als Gruppen sichtbar. Azubis und Springer ziehst du per Drag-and-Drop wochenweise zwischen den Teams hin und her. Wer welche Baustelle gerade in Beschlag hat, sehen alle in derselben Ansicht.

4. Wärmepumpe-Inbetriebnahme: alle Bestandsdaten vor Ort dokumentieren

Vor jeder Wärmepumpen-Installation steht die Bestandsaufnahme: Anzahl der Heizkreise, Länge der Wärmeleitung, Aufstellort, Baujahr-Gebäude, Verbrauchsdaten der bisherigen Heizung. Bei Förder-Anträgen kommen die Pflichtfelder dazu: hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, VdZ-Formular, Inbetriebnahme-Protokoll. Aktuell mit Klemmbrett-Zettel im Heizraum, abends im Büro abgetippt.

Mit einer Software wie Meisterwerk: Bestandsformular und Inbetriebnahme-Protokoll sind als digitale Vorlagen hinterlegt. Du füllst sie am Tablet im Heizraum aus, der Kunde unterschreibt direkt am Bildschirm. Das Protokoll landet beim Auftrag und ist bei der Garantie-Frage in zehn Sekunden gefunden, nicht in zehn Minuten.

 

 

5. Bestandsdaten am Heizungs-Standort, nicht am Kunden-Stamm

Bei Hausverwaltungen, Mehrparteienhäusern und Vermietern ist die Rechnungs-Adresse nicht die Heizungs-Adresse. Die Anlagen-Daten (Brenner-Typ, Therme, Hydraulik-Schema, letzte Wartung) gehören an den Standort der Anlage, nicht an den Kunden. Standardsoftware verknüpft das nur eindimensional: ein Kunde, eine Adresse, eine Anlage.

Mit einer Software wie Meisterwerk: Du legst Aufträge mit getrennter Rechnungs-Adresse und Einsatz-Adresse an. Anlagen-Daten hängen an der Einsatz-Adresse: Welche Therme steht dort? Wann war die letzte Wartung? Welcher Monteur war zuletzt da? Beim Wartungsbesuch findet der Techniker den Anlagen-Stamm in der App, nicht in einem alten Karton.

6. Wartungsverträge ohne zentrale Übersicht

Welche Kunden haben einen aktiven Wartungsvertrag? Wann ist die nächste Wartung fällig? In vielen SHK-Betrieben verwaltet das eine Person im Kopf oder in einer Excel-Liste. Läuft die Person weg, läuft das Wissen mit. Hinzu kommen Saison-Schwankungen: Wartungen häufen sich im Sommer und Frühherbst, gleichzeitig laufen Bad-Projekte und Wärmepumpen-Inbetriebnahmen.

Mit einer Software wie Meisterwerk: Wartungsverträge sind als eigene Kategorie hinterlegt, mit Anlagen-Daten, Vertragsintervall und Wiedervorlage-Datum. Wenn die nächste Wartung fällig ist, taucht der Auftrag automatisch in der Plantafel auf, der Kundendienst-Techniker bekommt ihn auf das Smartphone.

 

 

Aufmaß, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme-Protokoll digital

Ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B ist Pflicht für die BAFA-Förderung von Wärmepumpen. Die VdZ-Formulare verlangen Angaben pro Heizkreis, Volumenstrom, Vorlauftemperatur, Rücklauf. Wer das auf Papier ausfüllt, muss es zweimal schreiben: einmal im Keller mit dem Berechnungsblatt, einmal im Büro für den Förderantrag.

Mit einer Software wie Meisterwerk arbeitest du mit digitalen Formularen, die du an deine Berechnungsvorlagen anpasst. Pro Heizkreis Felder für Volumenstrom, Vorlauf-, Rücklauftemperatur, Heizkörper-Typ. Das Inbetriebnahme-Protokoll wird vor Ort ausgefüllt, der Kunde unterschreibt am Tablet, die fertige PDF landet beim Auftrag und im Förder-Ordner. Der Anlagen-Stamm wird automatisch ergänzt, sodass beim nächsten Wartungsbesuch alle Daten griffbereit sind.

Das Bestandsformular vor der Wärmepumpen-Installation funktioniert nach demselben Prinzip: Heizkreise, Aufstellort, Verbrauchsdaten, Baujahr. Aus dem Bestandsformular wird das Angebot generiert, ohne dass irgendwer Daten doppelt tippt. Bei einem Betrieb mit drei Wärmepumpen-Inbetriebnahmen pro Woche spart das pro Woche einen halben Bürotag.

Was eine SHK-App auf der Baustelle können muss

Die App lebt auf der Leiter, im Heizraum, im Bad-Rohbau und im Wartungs-Außendienst. Was im Büro funktioniert, muss auch im Keller mit schlechtem Mobilfunk, Arbeitshandschuhen und Werkzeug-Hand laufen.

Drei Anforderungen entscheiden:

  • Robust und einhändig bedienbar. Stempeluhr, Foto und Auftragsansicht in zwei Klicks erreichbar. Smartphone reicht, kein spezielles Tablet nötig. Im Heizraum steht der Monteur oft allein an der Anlage und braucht eine Hand für den Schraubenschlüssel.
  • Offline-fähig. In Kellern und Heizräumen ist das Mobilfunknetz oft nicht da. Eine gute SHK-App speichert Stunden, Bilder und Formulare lokal und synchronisiert nach, sobald der Empfang wieder da ist. Kein Datenverlust, keine doppelte Erfassung.
  • Anlagenstamm direkt aufrufbar. Wer beim Kundendienst zur Brennwerttherme aus 2018 fährt, will sehen: Welcher Brenner-Typ? Welche Wartungs-Notizen? Welche Ersatzteile passen? Diese Anlagendaten gehören ins Smartphone, nicht in einen Karton im Büro.

 

 

Was die App nicht ersetzt: das Kontrollgespräch mit dem Truppführer am Morgen. Aber sie sorgt dafür, dass jeder Monteur dieselbe Doku-Pflicht erfüllt, auch der neue Geselle.

 

 

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Laut ZVSHK-Pressemitteilung Mai 2026 erwirtschaftet das SHK-Handwerk in Deutschland einen Branchenumsatz von rund 59,1 Milliarden Euro mit etwa 48.000 Betrieben und 390.000 Beschäftigten. Hinzu kommen 40.770 Auszubildende im Anlagenmechaniker SHK. Eine Software muss diese kleinbetriebliche Realität abbilden: nicht Konzern-Lösung für 500 Mitarbeiter, sondern Werkzeug für die typische SHK-Mannschaft mit zwei bis vier Kolonnen.

  • Notdienst-Logik. Frag in der Demo: Wie unterscheidet das System Notfall- und Standard-Anfragen am Telefon? Gibt es eine Bereitschaftsdienst-Steuerung mit Rufweiterleitung außerhalb der Bürozeiten? Ohne diese Logik bleibt jedes nächtliche Klingeln ein manueller Aufwand.
  • Wartungsvertrag als eigene Kategorie. Es muss möglich sein, alle Kunden mit aktivem Wartungsvertrag in einer Liste zu sehen, mit Wiedervorlage-Datum. Ohne das verwaltest du Wartung weiterhin im Kopf eines Mitarbeiters.
  • Anlagenstamm an der Einsatz-Adresse. Hausverwaltungen und Mehrparteienhäuser sind Standard im SHK. Die Software muss Anlagen-Daten an einer Einsatz-Adresse halten können, getrennt vom Rechnungs-Kunden.
  • Digitale Formulare für Inbetriebnahme und hydraulischen Abgleich. Nicht nur PDF-Drucken, sondern echte Felder, die in den Anlagen-Stamm geschrieben werden. So entsteht aus jedem Inbetriebnahme-Termin der Datensatz für die spätere Wartung.
  • Förderdoku-Archiv. BAFA- und KfW-Anträge verlangen Pflicht-Dokumente: hydraulischer Abgleich, Inbetriebnahme-Protokoll, Bestandsfotos. Diese müssen pro Auftrag gebündelt abgelegt sein, nicht als E-Mail-Anhänge in einem Postfach.
  • Kolonnen-Steuerung mit flexiblen Wechseln. Heizung und Sanitär sind oft getrennte Teams, Azubis wechseln wochenweise. Die Plantafel muss das per Drag-and-Drop können, ohne dass die Kolonne als Einheit zerbricht.
  • Schnittstelle zum Lohnbüro mit Notdienst-Zuschlägen. Bereitschaftspauschale, Notdienst-Stundensatz, Wochenend-Zuschlag müssen im Stunden-Export getrennt ausweisbar sein.

So steigst du ein

  1. Den größten Engpass zuerst. Bei den meisten SHK-Betrieben ist das die zentrale Auftrags- und Wartungsverwaltung. Anfangen mit Plantafel, Anlagenstamm und Stundenerfassung, dann Förderdoku und Lohn-Export dazu.
  2. Truppführer und Disposition früh einbinden. Eine SHK-Software lebt davon, dass Monteure sie freiwillig nutzen. Wenn Truppführer mitentscheiden, welche Anrufgründe und Pflichtfelder im System hinterlegt sind, ist die Akzeptanz im Team höher.
  3. Bestandsdaten und Anlagenstamm importieren. Kundenliste, Anlagen-Daten, Wartungsverträge: das meiste liegt irgendwo in Excel oder Word. Einmalig ordentlich importieren, dann hat man die Basis. Danach läuft das System von selbst.

 

 

FAQ

 

 

Quellen: Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), zvshk.de; anonymisierte Gespräche mit SHK-Betrieben.